Bands - Emesis

Emesis Bandvorstellung

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Die ersten gnadenlosen Salven von EMESIS haben viel mit der Spannung des Herzschlags gemeinsam, in welchem dir bewusst wird, dass ein kleiner, harmloser Funke unausweichlich zu einer massiven Explosion führen wird. Wie der Funke, so hat auch die Band die Macht, das wankende Gerüst geschundener Nerven an den empfindlichsten Stellen zu erschüttern und mitzureißen. Irgendwo zwischen Wut und Trotz findet sich ein energiegeladener Sound, der schnörkellos alles wegbläst, was auf deiner Seele lastet.
Druckvoll, pulsierend, eingängig, unvergesslich: EMESIS verbinden kristallklare Rhythmik mit rotierenden Riffs, die das Bollwerk bilden, auf dem filigrane Melodien und atmosphärische Electronica die Songinhalte illustrieren. Texte über die Abgründe und Tiefen des menschlichen Seins, die niemandem unbekannt sind, unverwechselbar vorgetragen von einer schroffen, kraftvollen Stimme, die dem Sound von EMESIS eine dunkle, aber keineswegs unheilvolle Seele einhaucht.
Ohne sich im Klischeehaften zu verlieren, mit Charakter und Willenskraft, und vor allem einer enormen Bühnenpower, die von der Bodenständigkeit der Truppe erfrischt wird, ist EMESIS seit Jahren einer der beeindruckendsten Liveacts der regionalen Bandlandschaft, der jedes Konzert und jedes Event schlichtweg bereichert. Und der es schafft, die Nebelschwaden alltäglicher Probleme für die Dauer eines Konzerts in befreiendem Metal aufzulösen.

Rückblick

2001.
Josch und Mart verbindet schon damals Freundschaft und eine beachtliche Anzahl gemeinsamer Musikprojekte. Für ein neues holen sie sich Ronny und Erik ins Boot. Der Bandname findet sich auf ungewöhnlichem Wege: schlicht und einfach die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründungsmitglieder – MSS –, schnell ausgesprochen. Die Parallelität zum altgriechischen Fachbegriff für Erbrechen fällt der Band erst später auf. Die Stärken der einzelnen Musiker sind klar definiert, die stilistische Marschroute schnell gefunden – ein Sound, der sich seither weiterentwickelt, aber vom Konzept her nicht entscheidend verändert hat.

Mitte 2003.
Die Band hat alles mitgenommen, was es an Auftritten und Bandcontests zu spielen und zu gewinnen gab. Es kommt jedoch zu musikalischen Differenzen, die zusammen mit dem Verlust des Proberaumes der ersten Emesis-Phase ein Ende setzen.

2005.
Den Jungs brennt es unter den Fingernägeln – nach zwei Jahren Tiefschlaf wird Emesis endlich wiederbelebt. Sie machen nahtlos dort weiter, wo sie einst abbrachen. Symptomatisch für die neue alte Lust: das Release der Freak EP, die nun schon seit geraumer Zeit ausverkauft und trotzdem immer noch gefragt ist.

2006.
Tobi ersetzt Erik im Bandgefüge. Es ist ein prägender Einschnitt; die Entscheidung für einen zweiten Gitarristen statt eines neuen Keyboarders lässt Emesis krachender, treibender werden. Die Electronica wird fortan mit einem Laptop eingespielt. Live ist die Band vor allem in Mitteldeutschland unterwegs, erntet allerorts positives Feedback.

2008.
Es ist etwas ruhiger um Emesis geworden. Schuld daran ist der internationale Erfolg von Onyx Eyes, dem Zweitprojekt von Josch und Mart. Ronny und Tobi nutzen die Zeit, um Basslines und Electronica des gesamten Sets zu überarbeiten und die geplante Studiosession vorzubereiten. Highlight des Jahres ist der Auftritt beim Chemnitzer Openair RocKordia vor 1200 Zuschauern.

2009.
Durch eine Reihe gemeinsamer Auftritte im Norden und Osten Deutschlands hat sich eine Bandfreundschaft mit den Hamburgern Philiae entwickelt. Es entstehen Pläne für eine gemeinsame Releasetour Ende 2009. Im Rahmen der Aufnahmen für das erste Album wird deutlich, dass Tobi aus der Band nicht mehr wegzudenken ist. Er trägt maßgeblich zu der Frische und Klangvielfalt des neuen Materials bei – Emesis blühen richtig auf. Die parallel dazu laufenden Vorbereitungen für den Festivalsommer liefern den nötigen Schwung.
Im Juli unterschreiben sie endlich bei dem Chemnitzer Label Pablizity – die Krönung von bisher drei Jahren intensiver Zusammenarbeit, die sich dann auch nahtlos beim Release des ersten Studioalbums Finished im November fortsetzt.

2010.
Die zunächst geplante Tournee musste ausfallen, da es das Berufs- und Privatleben der Bandmitglieder nicht zuließ, die Stadt länger als einen Tag zu verlassen. Stattdessen standen eine Reihe von Gigs unterschiedlichster Natur im Chemnitzer Umland auf dem Programm - vom Live-Club über die Mensa-Party bis hin zum RocKordia IV Festival als Co-Headliner und das zweitägige Rock im Betonwerk-Festival an der Seite von Namen wie den Apokalyptischen Reitern, Tanzwut und Eluveitie. Danach folgt jedoch ein harter Bruch: Ronny verlässt die Band, und es beginnt die lange Suche nach gleichwertigem Ersatz. Der findet sich dann gegen Ende des Jahres in Andy, der schon einmal bis 2001 mit den Jungs Musik gemacht hatte. Doch anstatt ihn nur in das aktuelle Set einzuarbeiten, nutzt die Band die Chance gleich für eine Generalüberholung von Set und Sound, sodass Mitte des kommenden Jahres die ersten Live-Shows wieder gespielt werden können.